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Peak Design CapturePro

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Der derzeit beste Kameraclip auf dem Markt ist für mich klar der CapturePro von Peak Design. Er lässt sich im Handumdrehen bequem und ohne Werkzeug an jedem Gurt oder Riemen befestigen. Er hält bombenfest und schafft so viel Vertrauen, dass man ihm im wahrsten Sinne des Wortes blind sein Gear anvertrauen kann.

Pro

  • Hochwertige Materialien
  • Fuss kompatibel mit meinem Manfrotto Stativ (RC2)
  • Einfache Handhabung im Betrieb
  • Simpler aber durchdachter Mechanismus
  • Hohe Steifigkeit wenn eingerastet
  • Problemlose Montage ohne Werkzeug

Contra

  • Preis eher hoch angesetzt

Details

Dies ist bereits mein zweiter Beitrag über ein Produkt von Peak Design und wird vermutlich auch nicht der letzte bleiben.

Was für ein Problem löst der Kameraclip? Als Fotograf mit einer DSRL-Kamera im Rucksack ist es für mich extrem mühsam, den Rucksack jedes Mal abzulegen, nur um die Kamera rauszunehmen. Das braucht Zeit, nervt ungemein und hält die gesamte Reisegruppe auf.

Die offensichtliche Lösung, die Kamera die ganze Zeit in den Händen zu halten, erscheint mir aber auf längeren Wanderungen, Citytrips etc. nicht sehr praktisch. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Lösung, welche die Kamera

  • in Griffnähe hält,
  • einfach verfügbar macht und
  • sicher verstaut.

Alle Scheinlösungen erfüllten mindestens eine der oben genannten Kriterien nicht. Ausser der CapturePro von Peak Design.
Die Verarbeitung macht einen super Eindruck und hält auch nach über einem Jahr wie am ersten Tag. Ich bin sogar so begeistert, dass ich mir einen zweiten gekauft habe. So konnte ich während eines Hochzeits-Shootings zwei Kameras auf mir tragen und hatte im Normalfall trotzdem beide Hände frei.

Ich benutze den Clip hauptsächlich an einem Rucksack, habe ihn aber auch schon am Gürtel getragen. Beides funktioniert einwandfrei – der Gürtel sollte aber fest genug sitzen, damit man wegen des Kameragewichts nich plötzlich mit heruntergelassenen Hosen dasteht.

Der Clip kostet um die 70-80 CHF und kann zB. über Galaxus, Amazon oder beim Mediamarkt bezogen werden.

 

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Everyday Messenger 15

bs-big-1_1_1Eine gute Kameratasche befindet sich wohl auf der Wunschliste vieler Fotografen, welche gerne ihr halbes Equipment durch die Welt schleppen. Seit nunmehr drei Monaten leistet der Everyday Messenger 15 mir treue Dienste und begeistert mich immer wieder aufs Neue.

Pro

  • Innenraum extrem gut durchdacht
  • Unterstützt meinen Workflow mit vielen Details
  • 13″ MacBook Pro hat ohne Problem Platz
  • Stativmontage elegant gelöst
  • Makellose Verarbeitung
  • Hochwertige Materialien

Contra

  • Besonders mit Stativ, manchmal aber auch ohne Stativ, fühlt sich die Tasche extrem breit an
  • Bei schwer bepackten Taschen (über 4 kg) kann sich die Gurtschnalle verschieben
  • Schnellzugriff-Schlitz oben zu eng geraten
  • Umhänge-Prinzip super für die Stadt und kurze Trips – für längere Wanderungen jedoch weniger geeignet

Details

Peak Design ist eine extrem erfolgreiches Start-Up aus San Francisco, welches sich mit einigen erfolgreichen Kickstarter-Kampagnen einen Namen gemacht hat. Ich war deshalb völlig aus dem Häuschen, als ich diese Tasche letzten Herbst in einem Newsletter von Trey Ratcliff sah.

Nach einigen Monaten des Wartens war es dann soweit und die Tasche hat ihren Weg in zu mir nach Zürich gefunden. Ich war sofort hin und weg. Das Innenraum-Konzept mit den Origami-Elementen funktioniert einwandfrei. Im Handumdrehen ist der Innenraum so eingerichtet, wie er für den nächsten Trip sein sollte.

Mit den kleinen Details wie den roten und grünen Säumen in der Vordertasche unterstützt mich die Tasche bei der Organisation von Kleinkram wie Akkus und Speicherkarten. Leere Akkus und volle Speicherkarten in die rote Hälfte; volle Akkus und leere Speicherkarten in die grüne Hälfte – Einfach aber genial.

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Einige Features brauche ich jedoch nicht und hätten meiner Meinung nach auch weggelassen werden können. In meinem Alltag brauche ich zum Beispiel den Schnellzugriff-Schlitz so gut wie nie. Auch die Bändel, welche in den Seitentaschen versteckt wurden, habe ich noch nie gebraucht.

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Die Tasche ist in Grau und Beige erhältlich. Würde ich die Tasche wieder kaufen? Jederzeit. Brauche ich sie mehrmals in der Woche? Oft und gerne. Nehme ich die Tasche mit auf Wanderungen? Nein, eher nicht.

Der Kostenpunkt ist post Kickstarter mit aktuell über 250 € eher hoch angesetzt. Es sieht jedoch aus, als würde mich diese Tasche über mehrere Jahre begleiten. Deshalb beisse ich den sauren Apfel und freue mich jedes Mal ab der Qualität.

Nikon D750

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Die Nikon D750 ist nicht die perfekte Kamera für jedermann. Sie ist jedoch die perfekte Kamera für mich. Ich war auf der Suche nach einer zuverlässigen Vollformat-Kamera mit einem super Preis-Leistungs-Verhältnis und wurde mit diesem Schmuckstück fündig. Die Pro und Cons unten sind kurz und persönlich gehalten. Für ausführliche Test und Berichte verweise ich in den Details unten gerne auf weiterführende Reviews.

Pro

  • Wenig Rauschen bei wenig Licht
  • Zuverlässiger Autofokus bei wenig Licht (bis -3 EV)
  • Rückkompatibel mit allen Nikon-Objektiven bis 1977
  • Redundantes SD-Karten-Speicherkonzept
  • Sehr angenehme Ergonomie
  • Intelligente Anordnung von Bedienelementen

Contra

  • Verhältnismässig massiv (750 g – nur Body)
  • Kosten neuer Objektive für Vollformat sind höher als für DX-Systeme
  • Verschlusszeit geht nur bis 1/4000

Details

Warum überhaupt Vollformat? Nach einigen glücklichen Jahren mit meiner ersten Kamera (D5100) und meiner späteren Ersatzkamera (D5300) bekam ich immer mehr das Gefühl an verschiedene Grenzen zu stossen. Ich wollte bessere Bilder bei weniger Licht produzieren, weniger Tiefenschärfe bei offener Blende erzielen und ein rundum zuverlässigeres Werkzeug in den Händen halten.

Warum keine Canon? Ursprünglich überzeugte mich die logischere Menu-Führung gegenüber einem Canon-System. Heute aber hält mich mehr und mehr die hervorragende Objektiv-Auswahl bei Nikon. Nicht nur müssen sich Canon Benutzer mühsame Adapter für ein Objektiv wie das Nikkor 14-24mm/f2.8 basteln. Vielmehr erlaubt es mir die Kamera auch, Brockenhaus-Perlen wie das 70-210mm/f4 aus dem Jahre 1986 reibungslos und mit funktionierendem Autofokus zu benutzen.

Warum keine Kamera aus der Sony Alpha-Reihe? Ich war einige Male kurz davor, auf die Alpha-Serie umzuschwenken. Die eckige und unbequeme Ergonomie, die mühsame Anordnung von Bedienelementen, das Fehlen von erschwinglichen, offenblendigen Fixbrennweiten-Objektiven und die aufwändigere Energieversorgung hielten mich dann aber von einer Investition ab.

Warum nicht die D810? Dies war eine der schwersten Entscheidungen. Die Kosten zum Zeitpunkt des Kaufs waren nur wenige 100 Franken auseinander. Nach einigem Grübeln und vielem Hin und Her habe ich mich schlussendlich für die D750 entschieden. Zwar hat die D810 diese tollen 36MP, aber das neue Autofokussystem, der kompaktere Body und der in Praxis sehr willkommene Tilt-Screen haben mich auf die Seite der D750 lehnen lassen.

Abschliessend kann ich glücklich berichten, dass ich auch nach einem halben Jahr mich noch jedes Mal freue, wenn ich die Kamera in die Hände nehmen darf.

Links

photographylife.com
dpreview.com
Sehr guter Erfahrungsbericht auf Deutsch: gwegner.de

Kamerastativ

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Auf dem Markt gibt es eine enorme Auswahl an Stativen für Kameras, da fällt es einem nicht leicht, sich für eines zu entscheiden. Besonders wenn man viel unterwegs ist, soll das Stativ zum einen kompakt und leicht sein, trotzdem aber die wichtigsten Eigenschaften eines ausgewachsenen Stativs besitzen und auch nicht zu viel kosten. Dass man irgendwo einen Kompromiss eingehen muss, dürfte jedem klar sein.
Wer ein kompaktes Stativ für unter 100.- Fr sucht, der ist mit dem Slik Sprint Mini II bestens bedient: Es ist einfach zu handhaben, sehr stabil und äusserst preiswert. Die limitierte maximale Höhe ist der einzige Wermutstropfen, dürfte jedoch in Anbetracht der Abmessungen, des Gewichts und des Kaufpreises verschmerzbar sein.

Pro

  • robust, komplett aus Metall gefertigt
  • kompakt und leicht, ideal zum Reisen (Packmass: 35cm, 790g)
  • einfach zu handhaben, schnell aufgestellt
  • Kugelkopf und Schnellwechselplatte im Lieferumfang enthalten
  • für Kameras bis 2kg geeignet
  • sehr fairer Preis (~80.- Fr)

Contra

  • max. Höhe nur 110cm
  • kein Pan-Head (nur bedingt für Video geeignet)
  • Stativbein kann nicht als Monopod verwendet werden (in dieser Preisklasse allerdings nicht machbar)

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Bestellung

Das Stativ kann auf Amazon.de für ca. € 72.- bestellt werden, inkl. Lieferung in die Schweiz.

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